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Zerlegung eines Gesamtgraphen
in zwei gleichstrukturierte Teilgraphen :
Vorbemerkung:
Das interessierende Merkmal eines Graphen stellt sich als seine
Funktion dar, nämlich als Summe der Ausprägungen dieses Merkmals
seiner Kanten. Die Kanten selbst bestimmen nur eine wohldefinierte
Anzahl von Graphen. Bei gerichteten Kanten gibt es genau n Graphen,
nämlich beginnend von jedem Knoten je ein Graph in eine Richtung, bei ungerichteten (=symmetrischen) Kanten ergeben sich 2n
Graphen, dabei wiederum beginnend von jedem Knoten je ein
Graph in die eine und in die andere Richtung.
Jeder beliebige Gesamtgraph mit:
läßt sich zerlegen in zwei Teilgraphen mit:
Ein Gesamtgraph, den zwei o.a.
Teilgraphen bilden, ist immer eindeutig.
Bei Symmetrie wird der Gesamtgraph oder der symmetrische
"Gegen-"Gesamtgraph gebildet.
Folgerung:
Die Zerlegung eines Gesamtgraphen und spätere Zusammenführung
läßt sich somit ohne Informationsverlust durchführen.
Zusammensetzen der
Teilgraphen zu einem Gesamtgraphen:
Gegeben seien:
- a + b = X
- c + d = Y
- Y < X
- min(a,b) <= c,d
daraus folgt:
a) Y / 2 < X / 2 (trivial)
b) min (a,b) <= X / 2
c) max(a,b) >= X / 2
d) min (c,d) <= Y / 2 < X / 2
e) max(c,d) < max(a,b)
Übertragung auf das Problem der Teilgraphen:
(gemeint sind hier immer die Ausprägungen: Länge, Kosten u.ä.)
Gegeben seien die Teilgraphen a und b, die den Gesamtgraphen X
bilden.
Daraus folgt, dass der kleinere der beiden Teilgraphen kleiner
oder höchstens gleich der Hälfte des Gesamtgraphen X ist. Außerdem
ist der größere der beiden Teilgraphen größer oder gleich der
Hälfte des Gesamtgraphen X.
Gesucht wird ein Gesamtgraph Y mit den Teilgraphen c und d, der
kleiner ist als der Gesamtgraph X.
Dann ist die Hälfte vom Gesamtgraphen Y kleiner als die
Hälfte vom Gesamtgraphen X.
Außerdem muss der kleinere der beiden Teilgraphen (c,d) kleiner
oder gleich der Hälfte des Gesamtgraphen Y und gleichzeitig kleiner
sein als die Hälfte vom Gesamtgraphen x.
Weiter muss der größere der beiden Teilgraphen (c,d) kleiner sein
als der größere Teilgraph (a,b), unter der Voraussetzung, dass der
kleinere der Teilgraphen (a,b) kleiner ist als jeder der beiden
Teilgraphen (c,d). Dieses ist immer dann der Fall, wenn der
Gesamtgraph X den kleinsten aller Teilgraphen enthält.
Folgerung:
Wird nun im ersten Schritt der kleinste Teilgraph mit seinem
kleinsten Komplement-Teilgraph gesucht (und gefunden), dann
liegen alle Teilgraphen eines möglichen kleineren Gesamtgraphen
zwischen diesen ersten beiden gefundenen Teilgraphen. Alle über dem im ersten Schritt gefundenen kleinsten
Komplement-Teilgraphen liegenden Teilgraphen scheiden für die
weiteren Berechnungen aus.
Weiter muss der kleinere der möglichen Teilgraphen kleiner sein als
die Hälfte des ersten gefundenen Gesamtgraphen.
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